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Unsere Geschichte

Im Jahre 1815 beschloss der König von Preußen, Friedrich-Wilhelm III, in der neu entstandenen Provinz Rheinland eine Universität zu errichten. data/Galerie/2004-12-15_100/107.png
Im folgenden Wintersemester 1819/1820 gab es nur eine studentische Korporation, nämlich die "allgemeine deutsche Burschenschaft", welcher alle Studenten einer Hochschule angehörten. Im Sommersemester 1820 kam ein Heidelberger Corpsstudent, Ludwig von Hausen nach Bonn und stiftete mit Gleichgesinnten das Corps Guestphalia (sprich: Westphalia) zu Bonn, als Gegensatz zur "allgemeinen Burschenschaft".

Unser Gründungsdatum ist der 18. Mai 1820. Die Farben der Guestphalia sind grün- weiß- schwarz. Im Laufe seiner nun mehr als 180- jährigen Geschichte mussten das Corps und seine Mitglieder nicht wenige historische Klippen der deutschen Geschichte umschiffen. Sie kamen nicht immer unbeschadet davon.

Den ersten Einschnitt erlebte das Corps im Jahre 1870/71. Das Corps Guestphalia musste sich aufgrund des deutsch- französischen Krieges selbst auflösen. Später in der Kaiserzeit erlebten gerade die Bonner Corps einen großen gesellschaftlichen Aufstieg.

data/Galerie/2007-06-23_100/124.jpg Das Corpsstudententum prägte sich für das Bildungsbürgertum zum Ideal aus.

"Promovierter Akademiker, Corpsstudent und Reserveoffizier zu sein- das bedeutete, wie es Heinrich Manns Diederich Heßling stellvertretend für alle empfand, den Gipfel bürgerlicher Glückseligkeit erklommen zu haben."

Der erste Weltkrieg setzte auch dieser Zeit ein Ende und das Corps musste sich erneut auflösen ("suspendieren"). Nach dem ersten Weltkrieg wurde mit viel Mühe das Corps wieder eingerichtet. In dieser Zeit war das Rheinland zuerst von den Briten, danach von den Franzosen besetzt. Das Corpshaus wurde durch die Militärbehörden requiriert, dies machte sich vor allem in Hinblick auf das Fehlen von Traditionsgegenständen bemerkbar ("Souvenirs"). Mit dem Abzug der Alliierten und der Räumung des Corpshauses konnte der eingeschränkte Corpsbetrieb wieder einsetzen. Die zwanziger Jahre waren eine Blütezeit des Corps und die Aktivenjahrgänge dementsprechend stark. Doch schon zogen neue dunkle Wolken über Deutschland auf. Die Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 machte auch nicht vor den Verbindungen halt. Die Corps, in ihrer Reminiszenz an das Kaiserreich erregten den Argwohn der neuen Machthaber. Im Zuge der Gleichschaltung und Einführung des Führerprinzips in die Gesellschaft, sollten alle Verbindungen ihre demokratische Strukturen aufgeben und sich dem Allgemeinen Deutschen Studentenbund anschliessen. Deshalb folgte im Jahre 1936 der unweigerliche Schritt, dass alle Corps suspendieren mussten; andernfalls drohte die Zwangsauflösung. Der Bombenangriff vom 18. Oktober 1944 zerstörte das Corpshaus in der Baumschulallee 22 völlig.

data/Galerie/2005-01-27_100/113.png Durch die Katastrophe des zweiten Weltkrieg erschüttert, aber nicht entmutigt begannen Alte Herren der Guestphalia im Jahre 1947 mit dem Wiederaufbau des Corps. Am 5. November 1947 wurde die Guestphalia rekonstituiert und am 8. Mai 1954 konnte das neugebaute Corpshaus in der Wilhelmstr. 50 eingeweiht werden.

Am 27. Januar 1951 erfolgte die Fusion mit dem Kartellcorps Guestfalia Greifswald, welches aufgrund der neuen Machthaber in ihrer alten Heimat Greifswald im heutigen Mecklenburg- Vorpommern keine Möglichkeit zu Wiedereinrichtung hatte. Die Rekonstitution der Guestfalia Greifswald 1993 bildete für das Corps unserern Beitrag zur Wende und zum Aufbau Ost. Den vorläufig letzten Höhepunkt stellte das 185. Stiftungsfest des Corps Guestphalia Bonn im Juni 2005 dar. Wir hoffen innigst, dass das 190. Stiftungsfest im selben Geiste abläuft, wie unser Wappenspruch seit nunmehr über 185 Jahren mahnt.
"Neminem time, neminem laede- Fürchte Niemanden, verletze Niemanden."